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Nie wieder brennende Augen: Der ultimative Kontaktlinsen-Guide

Aug 20,2025 | de.myeyebb

Brennende, trockene Augen beim Tragen von Kontaktlinsen? Dieses Problem kennen Sie wahrscheinlich nur zu gut. Laut einer Studie des IfD Allensbach trugen 2018 etwa 3,36 Millionen Menschen in Deutschland Kontaktlinsen, und viele davon kämpfen regelmäßig mit unangenehmen Trockenheitssymptomen. Tatsächlich leiden Millionen von Kontaktlinsenträgern an trockenen Augen oder haben diese bereits erlebt.

Besonders in der kalten Jahreszeit haben viele Kontaktlinsentragende mit trockenen Augen zu kämpfen. Die gute Nachricht: Mit den richtigen Kontaktlinsen für trockene Augen und einigen gezielten Maßnahmen gehören diese Beschwerden bald der Vergangenheit an. Eine Studie der Universität Aston aus dem Jahr 2023 zeigt, dass ungefähr ein Drittel aller Erwachsenen in Großbritannien Erfahrungen mit trockenen Augen gemacht hat – Sie sind also nicht allein mit diesem Problem.

In diesem umfassenden Guide erfahren Sie, welche die besten Kontaktlinsen für trockene Augen sind, warum Sauerstoffdurchlässigkeit und Feuchtigkeitsbindung so wichtig für den Augenkomfort sind, und welche praktischen Tipps Ihnen im Alltag helfen können. Außerdem erklären wir, warum Silikon-Hydrogel-Linsen häufig Trägern mit trockenem Auge verschrieben werden und welche zusätzlichen Maßnahmen den Tragekomfort deutlich verbessern können.

Warum brennende Augen bei Kontaktlinsenträgern so häufig sind

Kontaktlinsen können für viele Träger zu einer Herausforderung werden. Zwischen 50 und 75 Prozent aller Kontaktlinsenträger berichten über Symptome von Augenreizungen. Doch weshalb ist dieses Problem eigentlich derart verbreitet?

Was im Auge passiert: Tränenfilm und Reibung

Der gesunde Tränenfilm besteht aus drei verschiedenen Schichten: der Mucinschicht, die direkt am Hornhautepithel anliegt, der wässrigen Schicht in der Mitte und der äußeren Lipidschicht. Diese komplexe Struktur erfüllt lebenswichtige Funktionen für Ihre Augen - sie befeuchtet die Hornhaut, versorgt sie mit Sauerstoff, glättet Unebenheiten, wehrt Bakterien ab und spült Fremdkörper aus.

Sobald Sie eine Kontaktlinse einsetzen, wird dieser fein abgestimmte Mechanismus gestört. Die Linse wirkt wie ein Fremdkörper und greift in den Tränenfilm ein, wodurch dieser geschwächt wird. Dadurch erhöht sich die Verdunstungsrate der Tränenflüssigkeit erheblich. Dies führt zu einem Teufelskreis: Die Kontaktlinse benötigt Feuchtigkeit und entzieht diese dem ohnehin schon belasteten Tränenfilm.

Besonders problematisch wird es, wenn der Tränenfilm instabil ist. Verdunstet zu viel Tränenflüssigkeit, steigt der Salzgehalt im Auge, die Schleimhäute werden gereizt und entzünden sich. Bei Irritationen der oberflächlichen Hornhautepithelzellen durch Kontaktlinsen beginnen diese, Zytokine auszuschütten, was zu einer Einwanderung von Leukozyten führt.

Hinzu kommt, dass der Tränenfilm normalerweise beim Blinzeln Fremdkörper und Erreger von der Augenoberfläche wischt – mit einer Kontaktlinse funktioniert dieser Schutzmechanismus nicht mehr vollständig. Die Wahrscheinlichkeit, dass bei einem Kontaktlinsenträger die Symptome des trockenen Auges auftreten, ist daher 12-mal höher als bei Menschen, die keine Linsen tragen.

Wie Linsenmaterial und Tragedauer Einfluss nehmen

Das Material Ihrer Kontaktlinsen spielt eine entscheidende Rolle für den Tragekomfort. Ältere Hydrogel-Linsen bestehen zu einem großen Teil aus Wasser. Dies erscheint zunächst vorteilhaft, führt jedoch dazu, dass mehr Wasser aus der Linse verdunsten kann – welches dann wieder aus dem Tränenfilm gezogen wird.

Moderne Silikon-Hydrogel-Linsen bieten dagegen zwei wesentliche Vorteile: Sie versorgen das Auge besser mit Sauerstoff und enthalten weniger Wasser, das verdunsten könnte. Durch fortschrittliche Material-Technologien wird das Wasser zudem viel besser in der Kontaktlinse gebunden.

Die Tragedauer beeinflusst ebenfalls maßgeblich das Risiko für Beschwerden. Je länger Kontaktlinsen getragen werden, desto mehr sammeln sich Ablagerungen an, was zu Augenreizungen führen kann. Gleichzeitig kann eine verlängerte Tragezeit dazu führen, dass die Hornhaut nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird, was zu Hornhautschädigungen führen kann.

Während Linsen aus einfachem Hydrogel etwa acht bis zwölf Stunden getragen werden können, ermöglichen Silikon-Hydrogel-Linsen aufgrund ihrer höheren Sauerstoffdurchlässigkeit Tragezeiten von bis zu 18 Stunden. Dennoch raten Experten dazu, Kontaktlinsen nicht länger als acht Stunden täglich zu tragen.

Besonders riskant ist das Schlafen mit Kontaktlinsen – es steigert das Risiko einer Augeninfektion um das 6-fache. In langfristigen Studien entwickelten zwischen 23 und 94 Prozent der Patienten nach längerer Tragedauer eine Unverträglichkeit gegenüber Kontaktlinsen.

Entscheidend für die Verträglichkeit ist der sogenannte Wasserbindungskoeffizient des Materials. Günstig sind Materialien mit einem Wasserbindungskoeffizienten über 1.0, da diese das Wasser besser in der Linse halten können und weniger aus dem Tränenfilm ziehen.

Symptome und Warnzeichen: Wann du handeln solltest

Wenn deine Augen beim Tragen von Kontaktlinsen Beschwerden verursachen, solltest du aufmerksam werden. Studien zeigen, dass rund 50 Prozent der Kontaktlinsenträger unter trockenen Augen leiden. In langfristigen Untersuchungen entwickelten zwischen 23 und 94 Prozent der Patienten nach längerer Tragedauer eine Unverträglichkeit gegenüber Kontaktlinsen. Diese Zahlen verdeutlichen, wie wichtig es ist, die Warnzeichen zu kennen und rechtzeitig zu handeln.

Typische Anzeichen für trockene oder gereizte Augen

Die Symptome einer Kontaktlinsenunverträglichkeit können unterschiedlich stark ausgeprägt sein und betreffen normalerweise beide Augen, obwohl sie auch nur einseitig auftreten können. Achte besonders auf folgende Anzeichen:

  • Rötung der Augen: Dies ist häufig das erste Symptom, verursacht durch Reizungen oder Entzündungen der Bindehaut.
  • Brennen und Jucken: Diese unangenehmen Empfindungen entstehen, wenn Kontaktlinsen die Augenoberfläche reizen.
  • Fremdkörpergefühl: Das Gefühl, als ob etwas im Auge steckt, obwohl sich dort nichts befindet, ist ein klassisches Symptom.
  • Verschwommenes Sehen: Eine Unverträglichkeit kann dazu führen, dass deine Sehkraft beeinträchtigt wird.
  • Veränderter Tränenfluss: Manche Menschen berichten über vermehrtes Tränen, während andere unter extremer Trockenheit leiden.
  • Lichtempfindlichkeit: Helles Licht kann als sehr unangenehm empfunden werden.
  • Müde oder schwere Augen: Wenn dir das Offenhalten der Augen schwerfällt oder du Probleme beim Fokussieren hast.

Bemerkenswert ist, dass nicht immer beide Augen gleichzeitig oder gleich stark betroffen sind. Oft entwickelt sich die Unverträglichkeit auf einem Auge stärker als auf dem anderen. Dennoch gilt: Sobald diese Symptome auftreten, solltest du die Kontaktlinsen sofort entfernen, um deinen Augen eine Pause zu gönnen.

Unterschied zwischen Reizung und Unverträglichkeit

Es ist wichtig, zwischen einer vorübergehenden Reizung und einer ernsthaften Unverträglichkeit zu unterscheiden:

Eine Reizung ist vorübergehend und kann verschiedene Ursachen haben, wie etwa zu lange Tragezeiten, Umweltfaktoren (Rauch, Staub, trockene Luft) oder mangelnde Linsenpflege. Diese Symptome verschwinden normalerweise nach einer kurzen Tragepause oder durch Anpassung deiner Pflegegewohnheiten.

Eine Unverträglichkeit oder Allergie hingegen ist eine immunologische oder nicht-immunologische Reaktion des Körpers auf die Kontaktlinsen oder deren Bestandteile. Die Gesellschaft für den Tränenfilm und die Augenoberfläche (TFOS) definiert sie als "eine Episode oder dauerhafte Periode, in der es zu einem unangenehmen bis schmerzhaften Empfinden auf der Augenoberfläche kommt, das durch das Tragen von Kontaktlinsen hervorgerufen wird".

Während leichte Beschwerden zu Beginn der Tragezeit normal sind und nach einigen Wochen verschwinden sollten, deuten anhaltende oder wiederkehrende Symptome auf ein ernsthafteres Problem hin. Besonders alarmierend sind:

  • Bildung neuer Blutgefäße (limbale Neovaskularisationen)
  • Entzündliche Veränderungen ("Pflastersteine"), die auf eine allergische Reaktion hindeuten
  • Anhaltende Schmerzen oder starke Rötungen
  • Entwicklung einer Bindehautentzündung

Falls diese Symptome auftreten, ist es unbedingt erforderlich, einen Augenarzt aufzusuchen. Eine frühzeitige Behandlung kann verhindern, dass sich ernsthafte Komplikationen wie Hornhautentzündungen oder Geschwüre entwickeln. Bedenke, dass die besten Kontaktlinsen für trockene Augen dir nur helfen können, wenn die Grundursache deiner Beschwerden richtig diagnostiziert und behandelt wird.

Die besten Kontaktlinsen bei trockenen Augen: Ein umfassender Vergleich

Für Menschen mit trockenen Augen kann die Wahl der richtigen Kontaktlinsen den entscheidenden Unterschied ausmachen. Moderne Technologien und innovative Materialien ermöglichen heute ein angenehmes Trageerlebnis selbst bei empfindlichen Augen. Dieser Artikel stellt die wichtigsten Merkmale hochwertiger Kontaktlinsen für trockene Augen vor und vergleicht verschiedene Technologien.

1. Tageslinsen mit Tränenfilm-Stabilisierung

Diese Premium-Tageslinsen wurden speziell für die Anforderungen des modernen Lebens entwickelt. Die innovative Tränenfilm-Technologie sorgt für eine längere Stabilität des Tränenfilms und bietet dadurch außergewöhnlichen Tragekomfort. Studien zeigen, dass über 95% der Nutzer den Komfort dieser Linsen als gut oder sehr gut bewerten.

Die Linsen bestehen aus Silikon-Hydrogel-Material mit einem Wassergehalt von etwa 38% und hoher Sauerstoffdurchlässigkeit. Ein spezieller Lichtfilter reduziert die Belastung durch blaues Licht von digitalen Bildschirmen um bis zu 60%, was die Augenmüdigkeit deutlich verringert. Zusätzlich bieten sie umfassenden UV-Schutz.

2. Monatslinsen mit Feuchtigkeitsmatrix

Diese hochwertigen Monatslinsen zeichnen sich durch ihre besonders hohe Sauerstoffdurchlässigkeit aus. Zwei spezielle Technologien optimieren das Trageerlebnis: Eine Schutzschicht macht die Linsen widerstandsfähig gegen Ablagerungen, während eine Feuchtigkeitsmatrix Wasser anzieht und auf der Oberfläche hält.

Dadurch gleiten die Lider besonders sanft über die Linse, was ein angenehmes Tragegefühl bis in den späten Abend ermöglicht. Diese Linsen werden besonders für Menschen empfohlen, die unter stark trockenen Augen leiden.

3. Tageslinsen mit Wassergradienten-Technologie

Diese innovativen Tageslinsen nutzen eine revolutionäre Wassergradienten-Technologie. Während der Kern einen moderaten Wassergehalt aufweist, erreicht die äußerste Schicht fast 100% Wasseranteil. Das Ergebnis: Ihr Auge berührt praktisch nur ein sanftes Feuchtigkeitskissen.

Mit herausragender Sauerstoffdurchlässigkeit und einer Technologie, die bei Bedarf Bestandteile der natürlichen Tränenflüssigkeit freisetzt, vermeiden diese Linsen Trockenheitsgefühle effektiv. Das spezielle Design sorgt für klare Sicht in verschiedenen Entfernungen - ideal bei Alterssichtigkeit.

4. Monatslinsen mit Feuchtigkeitsspeicher

Diese hochwertigen Monatslinsen bestehen aus Silikon-Hydrogel-Material mit etwa 46% Wassergehalt und gehören zu den atmungsaktivsten Linsen auf dem Markt. Die Feuchtigkeitsspeicher-Technologie erhält bis zu 95% der Feuchtigkeit für bis zu 16 Stunden auf der Oberfläche.

Besonders geeignet sind diese Linsen für Menschen, die viel Zeit vor Bildschirmen verbringen und seltener blinzeln. Das progressive Design ermöglicht scharfe Sicht aus allen Entfernungen, was sie zu einer ausgezeichneten Wahl für multifokale Bedürfnisse macht. 

5. Monatslinsen mit natürlicher Benetzung

Diese beliebten Monatslinsen nutzen eine innovative Technologie, die Wassermoleküle in der Linse einschließt, um den ganzen Tag lang hohen Komfort zu bieten. Mit etwa 48% Wassergehalt und sehr hoher Sauerstoffdurchlässigkeit sorgen sie für gesunde, klare Augen.

Ein besonderer Vorteil ist die natürliche Benetzbarkeit ohne zusätzliche Beschichtungen. Untersuchungen zeigen, dass die überwiegende Mehrheit der Nutzer den Tragekomfort als sehr hoch bewertet. Diese Linsen eignen sich besonders für den täglichen Gebrauch.

Tages-, Monats- oder Jahreslinsen – was ist besser bei trockenen Augen?

Bei der Auswahl der passenden Kontaktlinsen für trockene Augen stellt sich früher oder später die Frage nach dem richtigen Austauschrhythmus. Die Entscheidung zwischen Tages-, Monats- oder Jahreslinsen kann entscheidend für den Tragekomfort sein – besonders wenn Ihre Augen zu Trockenheit neigen.

Vor- und Nachteile der Linsentypen

Tageslinsen werden täglich ausgetauscht und bieten dadurch den höchsten Hygienestandard unter allen Linsentypen. Sie sind besonders für Allergiker geeignet, da keine Ablagerungen entstehen können, die das Trockenheitsgefühl verstärken. Außerdem entfällt die tägliche Reinigung und Pflege, was das Risiko von Reizungen und Infektionen minimiert. Moderne Tageslinsen aus Silikon-Hydrogel verdunstet weniger Wasser und entziehen dem Auge daher weniger Feuchtigkeit.

Monatslinsen punkten vor allem mit einem günstigen Preis-Leistungsverhältnis bei häufigem Tragen. Sie können für praktisch jede Sehstärke individuell angepasst werden, allerdings erfordern sie eine sorgfältige tägliche Reinigung und Pflege. Für trockene Augen eignen sich insbesondere Monatslinsen aus Silikon-Hydrogel, die eine hohe Feuchtigkeitsbindung bieten und eine bessere Sauerstoffversorgung ermöglichen.

Jahreslinsen (auch Dauerlinsen genannt) sind sehr robust und weisen eine lange Haltbarkeit auf. Sie eignen sich besonders für Menschen, deren Dioptrienwerte konstant bleiben. Interessanterweise können formstabile Jahreslinsen für Menschen mit trockenen und empfindlichen Augen vorteilhaft sein. Durch ihren niedrigeren Wassergehalt kommen sie nicht in direkten Kontakt mit der Hornhaut und entziehen ihr folglich auch keine Tränenflüssigkeit. Jedoch ist der Reinigungsaufwand höher als bei anderen Linsentypen.

Warum Tageslinsen oft die beste Wahl sind

Viele Augenärzte empfehlen Tageslinsen als klügere Wahl für Menschen mit trockenen Augen. Der Hauptgrund liegt auf der Hand: Da jeden Tag ein frisches Paar verwendet wird, können sich keine Ablagerungen oder Verunreinigungen ansammeln. Tageslinsen aus modernen Materialien mit hoher Sauerstoffdurchlässigkeit tragen zusätzlich dazu bei, die Augen besser mit Sauerstoff zu versorgen und Trockenheit zu reduzieren.

Tatsächlich sind Tageslinsen nicht nur die hygienischste Art von Kontaktlinsen, sondern bieten auch den besten Tragekomfort. Die neuesten Innovationen bei Tageslinsen sind auf dem Auge praktisch nicht zu spüren und eignen sich besonders gut für empfindliche und trockene Augen.

Ein weiterer Vorteil: Tageslinsen müssen nicht gereinigt werden, was das Risiko allergischer Reaktionen auf Pflegemittel eliminiert. Dennoch gilt: Nicht jedes Auge eignet sich für Einmallinsen – vor dem ersten Tragen sollte immer ein Fachmann konsultiert werden, um die exakt passenden Linsen zu finden.

Tipps für den Alltag: So schützt du deine Augen zusätzlich

Selbst die besten Kontaktlinsen für trockene Augen entfalten ihre volle Wirkung erst, wenn du sie mit augenfreundlichen Gewohnheiten kombinierst. Mit einigen einfachen Maßnahmen kannst du den Tragekomfort deiner Linsen deutlich verbessern.

Pausen bei Bildschirmarbeit

Bei konzentrierter Bildschirmarbeit blinzelst du bis zu 60% weniger. Dadurch trocknen deine Augen schneller aus und der Tragekomfort deiner Kontaktlinsen nimmt ab. Folge daher der 20-20-20-Regel: Alle 20 Minuten für 20 Sekunden etwa 6 Meter weit schauen. Außerdem solltest du bewusst regelmäßig blinzeln und deinen Monitor in Armlänge Entfernung (50-100 cm) auf Augenhöhe positionieren. Diese kleinen Unterbrechungen versorgen deine Augen mit frischer Tränenflüssigkeit.

Raumklima verbessern

Eine Luftfeuchtigkeit unter 40% belastet deine Augen zusätzlich. Besonders im Winter führt trockene Heizungsluft zu einer verstärkten Verdunstung der Tränenflüssigkeit. Regelmäßiges Lüften und Luftbefeuchter können die Raumfeuchte auf den idealen Wert von 50% anheben. Ein gutes Raumklima verringert nachweislich die Verdunstung der Tränenflüssigkeit und verhindert, dass der Tränenfilm ausdünnt oder reißt.

Ernährung und Flüssigkeitszufuhr

Trinke mindestens zwei Liter Wasser oder ungesüßten Tee täglich. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr unterstützt die Produktion von Tränenflüssigkeit und hilft, trockene Augen zu vermeiden. Gleichzeitig wirken sich Omega-3-Fettsäuren, enthalten in Fisch, Nüssen und pflanzlichen Ölen, positiv auf die Tränenfilmqualität aus. Diese Fettsäuren sind wichtige Ausgangsstoffe für die Produktion der Tränenflüssigkeit und wirken entzündungshemmend.

Augentropfen richtig anwenden

Nachbenetzungstropfen können brennende und juckende Augen lindern. Dennoch solltest du vor der Anwendung stets die Kontaktlinsen entfernen und frühestens 15 Minuten danach wieder einsetzen. Wichtig bei der Anwendung: Hände gründlich waschen, Kopf leicht in den Nacken legen, mit dem Zeigefinger das Unterlid nach unten ziehen und einen Tropfen in den entstandenen Bindehautsack geben. Danach die Augen für 30 Sekunden schließen. Verwende vorzugsweise konservierungsmittelfreie Augentropfen, die vom Kontaktlinsenanpasser empfohlen wurden.

Fazit

Trockene Augen beim Kontaktlinsentragen müssen keine dauerhafte Belastung sein. Tatsächlich bietet der Markt heute fortschrittliche Lösungen, die selbst empfindlichen Augen ausgezeichneten Tragekomfort ermöglichen. Besonders Silikon-Hydrogel-Materialien mit hoher Sauerstoffdurchlässigkeit und verbesserter Feuchtigkeitsbindung haben die Situation für viele Betroffene deutlich verbessert.

Während die Wahl der richtigen Kontaktlinsen entscheidend ist, solltest du ebenso die passende Austauschvariante berücksichtigen. Obwohl jeder Linsentyp Vor- und Nachteile bietet, stellen Tageslinsen für die meisten Menschen mit trockenen Augen die optimale Wahl dar. Sie minimieren Ablagerungen und bieten höchste Hygiene ohne Pflegeaufwand.

Allerdings reichen selbst die besten Kontaktlinsen allein nicht aus. Deine täglichen Gewohnheiten spielen eine wesentliche Rolle für deinen Tragekomfort. Regelmäßige Pausen bei der Bildschirmarbeit, ausreichende Flüssigkeitszufuhr und ein feuchtigkeitsreiches Raumklima können den Unterschied zwischen schmerzhaften und angenehmen Trageerlebnissen ausmachen.

Achte außerdem auf die Warnsignale deines Körpers. Anhaltende Rötungen, Brennen oder verschwommenes Sehen deuten darauf hin, dass etwas nicht stimmt. Entferne in solchen Fällen sofort die Linsen und konsultiere bei anhaltenden Beschwerden einen Augenarzt.

Letztendlich geht es darum, die perfekte Balance zwischen modernen Linsenmaterialien, angepassten Tragezeiten und augenfreundlichen Gewohnheiten zu finden. Mit diesem Wissen bist du bestens gerüstet, um deine Augengesundheit zu schützen und gleichzeitig die Freiheit zu genießen, die Kontaktlinsen dir bieten. Die Tage der brennenden Augen können somit der Vergangenheit angehören – für ein komfortables Seherlebnis rund um die Uhr

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