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Farbige Kontaktlinsen nach LASIK: Schritt-für-Schritt Guide zur sicheren Anwendung

Jun 27,2025 | de.myeyebb

Farbige Kontaktlinsen nach LASIK sind ein Thema, das viele Patienten beschäftigt, die trotz ihrer neuen Sehfreiheit nicht auf bunte Augenfarben verzichten möchten. Grundsätzlich sind farbige Kontaktlinsen und Motivlinsen nicht gesundheitsschädlich, dennoch gibt es wichtige Aspekte zu beachten, wenn Sie nach einer Augenlaserbehandlung diese tragen möchten.

Nach einer LASIK-OP, die in der Regel weniger als eine Minute pro Auge dauert, stellt sich die Frage, wie lange Sie auf Kontaktlinsen verzichten sollten. Tatsächlich variiert diese Zeit je nach Linsentyp - bei weichen Linsen etwa eine Woche, bei harten Kontaktlinsen sogar 4 bis 6 Wochen. Der primäre Nachteil farbiger Kontaktlinsen liegt zudem in ihrer geringen Sauerstoffdurchlässigkeit, da die Farbe die Poren verstopft und so eine Hornhautinfektion auslösen kann. Obwohl mehr als 95% der Patienten mit ihrer LASIK-Operation zufrieden sind, gibt es keine hundertprozentige Garantie für ein dauerhaft brillenfreies Leben.

In diesem Artikel erfahren Sie alles über die sichere Anwendung farbiger Kontaktlinsen nach einer LASIK-Behandlung, welche Risiken bestehen und wie Sie diese minimieren können.

Was passiert mit dem Auge nach einer LASIK-OP?

"Da durch den LASIK-Abtrag Deine Hornhaut abgeflacht wurde (bei Kurzsichtigkeit/bei Weitsichtigkeit wird sie eher im Zentrum aufgesteilt), kann es sein, dass handelsübliche Norm-Linsen nicht mehr passen." — HAGIDFachberater mit über 15 Jahren Erfahrung in der Medizinbranche

Nach einer LASIK-Operation durchläuft das Auge einen komplexen Heilungsprozess, der für das Verständnis wichtig ist, warum mit dem Tragen von Kontaktlinsen eine Weile gewartet werden muss. Die Veränderungen an der Hornhaut, die erhöhte Empfindlichkeit und die veränderte Tränenproduktion spielen dabei eine entscheidende Rolle.

Heilungsprozess der Hornhaut

Der Heilungsverlauf nach einer LASIK-Behandlung ist in der Regel unkompliziert. Unmittelbar nach dem Eingriff ist die Sicht noch verschwommen und das Auge kann etwas jucken und tränen. Allerdings kann bereits am nächsten Tag eine Sehleistung von knapp 100 Prozent erreicht werden. Die Hornhaut wird während des Eingriffs in Form eines dünnen Flaps zurückgeklappt, der sich anschließend selbst wieder festwächst.

Die vollständige Heilung der Hornhaut dauert jedoch länger. Während bei der äußeren Schicht die Heilung innerhalb der ersten Woche stattfindet, kann es bis zu sechs Wochen dauern, bis sich die Brechkraft des Auges stabilisiert hat. In dieser Zeit ist es wichtig, strikt den Pflegehinweisen des Arztes zu folgen, damit der Heilungsprozess nicht beeinträchtigt wird.

Zum Schutz der Hornhaut und zur Unterstützung des Heilungsverlaufs verschreibt der Arzt meist:

  • Kortison gegen Entzündungen
  • Antibiotische Augentropfen
  • Tränenersatzmittel
  • Bei Bedarf Schmerzmittel

Diese Medikamente werden in der Regel für 3-4 Wochen nach dem Eingriff angewendet.

Empfindlichkeit gegenüber Fremdkörpern

Nach einer LASIK-Operation ist die Hornhaut besonders empfindlich gegenüber Fremdkörpern. Viele Patienten berichten über ein Fremdkörpergefühl in den ersten Tagen nach dem Eingriff. Dieses Gefühl entsteht, weil die Nerven der Hornhaut während der Operation teilweise durchtrennt werden, was zu einer erhöhten Sensibilität führt.

Darüber hinaus besteht eine gesteigerte Lichtempfindlichkeit, die einige Wochen anhalten kann. Die Augen können in den ersten zwei bis drei Wochen gerötet sein. Infolgedessen ist es in dieser Zeit besonders wichtig, folgende Vorsichtsmaßnahmen zu beachten:

  • Nicht am Auge reiben
  • Kein Wasser in die operierten Augen gelangen lassen
  • In den ersten Tagen eine Schlafbrille tragen
  • Zwei Wochen lang keinen Kontaktsport treiben
  • Nicht schwimmen gehen oder die Sauna besuchen

Veränderte Tränenproduktion

Ein wesentlicher Faktor, der das Tragen von farbigen Kontaktlinsen nach LASIK beeinflusst, ist die veränderte Tränenproduktion. Fast die Hälfte aller LASIK-Patienten hat vorübergehend mit trockenen Augen zu kämpfen. Dieses Problem entsteht hauptsächlich durch die Durchtrennung der Hornhautnerven während der Operation.

Die Nerven in der Hornhaut sind für die Steuerung der Tränenproduktion mitverantwortlich. Durch ihre Beschädigung wird die Kommunikation zwischen Hornhaut und Tränendrüsen gestört, was zu einem vorübergehenden Mangel an Tränenflüssigkeit führt. Während dieser Zeit können Beschwerden wie Trockenheit, Brennen und Jucken auftreten.

Bei den meisten Patienten erreicht die Trockenheit der Augen im ersten Monat nach der Operation ihren Höhepunkt und verbessert sich dann allmählich. Obwohl die Symptome normalerweise innerhalb von 6-12 Monaten abklingen, können sie bei manchen Patienten bis zu zwei Jahre andauern.

Diese Faktoren sind entscheidend für die Frage, wann nach einer LASIK-Operation wieder Kontaktlinsen, insbesondere farbige Kontaktlinsen, getragen werden können. Die veränderte Tränenproduktion und Empfindlichkeit der Hornhaut beeinflussen maßgeblich, wie gut Kontaktlinsen vertragen werden und wann sie sicher angewendet werden können.

Sind farbige Kontaktlinsen nach LASIK schädlich?

Viele LASIK-Patienten fragen sich, ob farbige Kontaktlinsen nach dem Eingriff möglicherweise schädlich sein könnten. Grundsätzlich gilt: Wenn Sie eine LASIK-Behandlung hatten und sich für farbige Kontaktlinsen interessieren, können Sie diese in der Regel ohne größere Probleme tragen. Allerdings müssen bestimmte Risiken und Zeiträume beachtet werden, um Komplikationen zu vermeiden.

Geringe Sauerstoffdurchlässigkeit als Risiko

Der primäre Nachteil farbiger Kontaktlinsen liegt in ihrer geringen Sauerstoffdurchlässigkeit. Die Farbe verstopft die Poren der Kontaktlinse, wodurch weniger Sauerstoff an die Hornhaut gelangt. Die Sauerstoffdurchlässigkeit einer Kontaktlinse wird mit dem sogenannten DK/t-Wert angegeben und variiert je nach Material und Hersteller.

Während bei normalen Kontaktlinsen bereits auf eine ausreichende Sauerstoffversorgung geachtet werden muss, ist dies nach einer LASIK-OP besonders wichtig. Durch das Tragen von Kontaktlinsen, die sich adhäsiv an die Hornhaut ansaugen, kann die Hornhaut geschädigt werden, wenn der natürliche Gasaustausch zwischen Auge und Umwelt gestört ist.

Folgende Komplikationen können bei unzureichender Sauerstoffversorgung auftreten:

  • Hornhautschwellungen, die zu Sehverschlechterungen führen
  • Bildung von roten Äderchen (Neovaskularisation)
  • Erhöhtes Infektionsrisiko durch Keimvermehrung in abgeschirmten, feuchten Bereichen
  • Im schlimmsten Fall Vernarbungen oder Zystenbildung

Diese Risiken sind bei farbigen Kontaktlinsen noch ausgeprägter als bei klaren Linsen, da die Farbpigmente zusätzliche Barrieren für den Sauerstoffdurchlass darstellen.

Verstärkte Reizung durch Pigmente

Außerdem können die in farbigen Kontaktlinsen enthaltenen Pigmente zu verstärkten Reizungen führen. Besonders kosmetische Motivlinsen lassen weniger Sauerstoff ans Auge gelangen, da die Farbe die Poren der Kontaktlinse zusätzlich verstopft.

Die Hornhaut wehrt sich gegen Fremdkörper wie Kontaktlinsen, indem sie verstärkt Eiweiße und Fette produziert, um diese abzustoßen. Dadurch können die feinsten Poren der Linse zugesetzt werden, was den Gasaustausch weiter einschränkt. Nach einer LASIK-OP ist die Hornhaut ohnehin empfindlicher, wodurch diese Reaktion noch stärker ausfallen kann.

Durch unsachgemäßen Umgang mit farbigen Kontaktlinsen steigt zudem das Risiko von:

  • Bakteriellen Infektionen und Keratitis (Hornhautentzündung)
  • Allergischen Reaktionen auf die Farbpigmente
  • Hornhautabschürfungen und Kratzern

Früher gab es erheblichen Missbrauch in Bezug auf Hygiene und Sorgfalt. Linsen wurden getauscht und sogar gebraucht weiterverkauft, mit allen bekannten Risiken. Heute unterliegen farbige Kontaktlinsen glücklicherweise den europäischen Qualitätsrichtlinien.

Wann sie sicher getragen werden können

Obwohl farbige Kontaktlinsen nach einer LASIK-Operation zusätzliche Risiken bergen, können sie bei richtiger Anwendung durchaus sicher getragen werden. Experten empfehlen, etwa einen Monat nach der Behandlung mit dem Tragen farbiger Kontaktlinsen zu beginnen. Diese Zeit ist notwendig, damit sich die Hornhaut ausreichend erholen kann.

Für eine sichere Anwendung sollten folgende Punkte beachtet werden:

  • Ärztliche Beratung einholen: Sprechen Sie vor der Verwendung von farbigen Kontaktlinsen immer mit Ihrem Augenarzt.
  • Qualitätsprodukte verwenden: Kaufen Sie farbige Kontaktlinsen nur von seriösen Quellen mit CE-Kennzeichnung.
  • Tragedauer minimieren: Tragen Sie die farbigen Kontaktlinsen so kurz wie möglich, um die Hornhaut nicht unnötig zu belasten.
  • Sorgfältige Reinigung: Verwenden Sie geeignete Pflegemittel und waschen Sie Ihre Hände gründlich vor jedem Umgang mit den Linsen.
  • Regelmäßige Kontrollen: Lassen Sie Ihre Augen regelmäßig vom Augenarzt untersuchen, um die Verträglichkeit zu überwachen.

Dadurch, dass bei LASIK-Patienten die Form der Hornhaut verändert wurde, kann die Anpassung von Kontaktlinsen technisch schwieriger sein und die Verträglichkeit häufig schlechter ausfallen. Besonders wichtig ist es daher, auf Warnsignale wie Rötungen, Schmerzen oder verschwommenes Sehen zu achten und die Linsen bei solchen Symptomen sofort zu entfernen.

Grundsätzlich gilt: Mit der richtigen Vorsicht und Pflege können Sie auch nach einer LASIK-Operation farbige Kontaktlinsen tragen und sich an verschiedenen Augenfarben erfreuen.

Wie lange sollte man nach LASIK auf Kontaktlinsen verzichten?

Die Frage nach der richtigen Wartezeit für das Tragen von Kontaktlinsen nach einer LASIK-Operation beschäftigt viele Patienten. Besonders für diejenigen, die farbige Kontaktlinsen zu kosmetischen Zwecken nutzen möchten, ist diese Information wichtig für die langfristige Augengesundheit.

Empfehlungen für verschiedene Linsentypen

Die Wartezeit variiert je nach Art der Kontaktlinsen, die Sie tragen möchten:

  • Weiche Kontaktlinsen: Mindestens 2-3 Monate nach der LASIK-Operation
  • Formstabile (harte) Kontaktlinsen: Mindestens 8-12 Wochen, in einigen Fällen sogar länger
  • Spezialkontaktlinsen (wie Sklerallinsen): Erst nach vollständiger Stabilisierung der Hornhaut

Diese Zeitangaben sind jedoch als Mindestempfehlungen zu verstehen. Jeder Heilungsprozess ist individuell, weshalb die tatsächliche Wartezeit von Patient zu Patient variieren kann. Grundsätzlich gilt: Je länger Sie warten, desto besser für Ihre Augengesundheit.

Warum die Hornhaut sich erholen muss

Nach einer LASIK-Operation benötigt die Hornhaut ausreichend Zeit zur Regeneration, bevor sie dem zusätzlichen Stress durch Kontaktlinsen ausgesetzt wird. Die wichtigsten Gründe hierfür:

Erstens muss sich die Brechkraft des Auges stabilisieren. Dies kann bis zu sechs Wochen dauern, wobei die Hornhaut während dieser Zeit ihre endgültige Form annimmt. Zweitens neigen operierte Augen verstärkt zu Trockenheit, da der Eingriff die Tränenproduktion beeinträchtigt. Diese Trockenheit kann den Tragekomfort von Kontaktlinsen erheblich reduzieren.

Darüber hinaus ist die Anpassung von Kontaktlinsen nach LASIK technisch anspruchsvoller als bei nicht operierten Augen. Studien zeigen, dass Post-LASIK-Patienten deutlich mehr diagnostische Linsen für eine Erstbestellung, eine höhere Anzahl an Probelinsen und fast die doppelte Anzahl an Praxisbesuchen während der Linsenanpassung benötigen.

Rolle der ärztlichen Einschätzung

Die Entscheidung, wann farbige Kontaktlinsen nach einer LASIK-Operation getragen werden können, sollte niemals ohne ärztliche Beratung getroffen werden. Ihr Augenarzt wird anhand verschiedener Faktoren beurteilen, ob Ihre Augen bereit sind:

  • Vollständige Abheilung des Hornhautflaps
  • Stabilität der Refraktion und Topographie
  • Ausreichende Tränenproduktion
  • Individuelle Risikofaktoren

Außerdem ist eine spezielle Anpassung nötig. Bei Myopiekorrektur kann dieselbe Geometrie formstabiler Kontaktlinsen wie präoperativ angepasst werden, allerdings wird das Sitzverhalten anders sein - mit einer Überbrückung der abgeflachten Hornhaut im Zentrum.

Falls das Sitzverhalten mit herkömmlichen rotationssymmetrischen Kontaktlinsen nicht zufriedenstellend ist, muss möglicherweise eine reverse Geometrie in Betracht gezogen werden. Diese Kontaktlinsen sind entweder asphärisch oder mehrkurvig aufgebaut und versteilen sich in der Peripherie.

Bei der Auswahl der Linsen sollte besonderer Wert auf Materialien mit moderater bis hoher Sauerstoffdurchlässigkeit gelegt werden, um sicherzustellen, dass die Hornhaut ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird.

So gelingt der sichere Wiedereinstieg mit farbigen Linsen

"Trockene Augen neigen eher zu Ablagerungen auf Kontaktlinsen. Daher sollte im Vorfeld auch die Pflege der Kontaktlinsen dementsprechend angepasst werden." — Dr. med. J. H. MüllerAugenarzt, Spezialist für Kontaktlinsenanpassung nach refraktiver Chirurgie

Wenn die Wartezeit nach Ihrer LASIK-Operation vorbei ist, können Sie mit dem Tragen farbiger Kontaktlinsen beginnen - allerdings mit besonderer Vorsicht. Die Anpassung der Kontaktlinsen kann nach einer Augenlaser-Operation durchaus schwieriger sein, da die Krümmung der vorderen Augenoberfläche durch den Eingriff verändert wurde. Deshalb ist ein strukturierter Wiedereinstieg besonders wichtig.

Langsames Herantasten an Tragedauer

Nach einer LASIK-OP sollten Sie die farbigen Kontaktlinsen zunächst nur für wenige Stunden tragen und die tägliche Tragedauer dann schrittweise steigern. Dies verhindert eine Überlastung der noch empfindlichen Augen. Beginnen Sie beispielsweise mit zwei bis drei Stunden am ersten Tag und erhöhen Sie die Zeit täglich um etwa eine Stunde.

Bedenken Sie außerdem, dass farbige Kontaktlinsen nach Halloween und anderen kostümbezogenen Anlässen besonders beliebt sind. Auch wenn Sie diese nur für besondere Gelegenheiten tragen möchten, ist eine langsame Gewöhnung unerlässlich. Moderne Silikon-Hydrogel-Linsen können nach vollständiger Gewöhnung zwar bis zu 14 Stunden getragen werden, doch für farbige Linsen nach LASIK empfiehlt sich grundsätzlich eine kürzere Tragedauer.

Regelmäßige Kontrolle der Augen

Besonders wichtig ist die regelmäßige Überwachung Ihrer Augengesundheit. Falls Sie während des Tragens juckende oder irritierte Augen bemerken, lassen Sie diese umgehend von Ihrem Arzt auf Trockenheit oder Allergien untersuchen. Selbst wenn Sie keine unmittelbaren Probleme feststellen, sollten regelmäßige Kontrollen beim Augenarzt fester Bestandteil Ihres Routineplans sein.

Bei Rötungen der Augen kann dies auf eine unzureichende Sauerstoffversorgung hindeuten. Entfernen Sie in diesem Fall die Linsen sofort und konsultieren Sie Ihren Augenarzt. Da die Hornhaut nach einer LASIK-Operation abgeflacht wurde, passen handelsübliche Norm-Linsen möglicherweise nicht optimal. Ein auf schwierige Anpassungen spezialisierter Augenarzt kann Ihnen dabei helfen, die passenden Linsen zu finden.

Verwendung von Nachbenetzungstropfen

Nachbenetzungstropfen sind ein unverzichtbarer Begleiter beim Tragen farbiger Kontaktlinsen nach LASIK. Diese sterilen Lösungen sind speziell entwickelt, um trockene Augen zu befeuchten und zu beruhigen. Sie ähneln in ihrer Zusammensetzung dem natürlichen Tränenfilm und helfen, den Feuchtigkeitsgehalt im Auge aufrechtzuerhalten.

Die Anwendung ist einfach:

  1. Waschen Sie Ihre Hände gründlich
  2. Neigen Sie den Kopf leicht nach hinten
  3. Ziehen Sie das Unterlid vorsichtig nach unten
  4. Tropfen Sie ein bis zwei Tropfen in den unteren Bindehautsack
  5. Blinzeln Sie mehrmals, um die Tropfen zu verteilen

Nachbenetzungstropfen sind auch in praktischen Ampullengrößen erhältlich, die sich leicht transportieren lassen. Diese sind zudem frei von Konservierungsstoffen und dadurch besonders verträglich. Allerdings sollten Sie Nachbenetzungslösungen nicht zu häufig verwenden - bei regelmäßigem Bedarf empfiehlt sich eine Beratung durch Ihren Augenarzt oder Optiker.

Alternativen zu farbigen Kontaktlinsen nach LASIK

Für Menschen, die nach einer LASIK-Operation ihre Augenfarbe ändern möchten, gibt es neben farbigen Kontaktlinsen auch andere Möglichkeiten. Obwohl farbige Kontaktlinsen beliebt und relativ einfach anzuwenden sind, suchen manche Patienten nach Alternativen – sei es aus gesundheitlichen Gründen oder wegen des Pflegeaufwands.

Farbveränderung durch kosmetische OPs?

Es existieren tatsächlich operative Verfahren zur dauerhaften Änderung der Augenfarbe. Allerdings sind diese mit erheblichen Risiken verbunden. Bei einer Hornhauttätowierung (Keratopigmentation) werden Farbstoffe mittels Laser in einen mikroskopisch kleinen Schnitt in der Hornhaut injiziert. Diese ringförmige Keratopigmentation verändert die ursprüngliche Augenfarbe, kann jedoch zu Entzündungen und allergischen Reaktionen führen.

Eine weitere Option sind Irisimplantate, die über einen Schnitt durch die Hornhaut auf die Iris gesetzt werden. Diese Implantate werden in die Vorderkammer des Auges eingesetzt, wodurch die Pupille fixiert wird und sich nicht mehr adäquat auf unterschiedliche Lichtverhältnisse einstellen kann. Folgen können sein:

  • Erhöhter Augendruck mit Gefahr eines grünen Stars
  • Verminderte Nachtsicht
  • Im Extremfall Verlust der Sehkraft

Führende Augenärzte raten von solchen Eingriffen ab, zumal sie in Deutschland aus rein kosmetischen Gründen nicht zugelassen sind.

Brillen mit Farbfilter als Alternative

Eine unbedenkliche Alternative stellen Brillen mit Farbfiltern dar. Diese können Ihre Augenfarbe zwar nicht direkt verändern, aber dennoch einen ähnlichen visuellen Effekt erzeugen. Farbige Brillengläser können zudem vor UV-Strahlung schützen und bieten den Vorteil, dass sie die Hornhaut nicht belasten.

Wann auf Linsen ganz verzichtet werden sollte

Nach einer LASIK-OP sollten Sie auf farbige Kontaktlinsen verzichten, wenn:

  • Ihre Augen anhaltend zu Trockenheit neigen
  • Sie wiederkehrende Entzündungen oder Reizungen erleben
  • Die Hornhaut noch nicht vollständig abgeheilt ist
  • Ihr Augenarzt ausdrücklich davon abrät

Denken Sie daran: Weltweit haben nur etwa zehn Prozent der Menschen blaue Augen, was sie offenbar begehrt macht. Dennoch sollte die Gesundheit Ihrer Augen immer Vorrang vor kosmetischen Wünschen haben.

Fazit

Fazit: Sicherheit steht an erster Stelle

Farbige Kontaktlinsen nach einer LASIK-Operation stellen durchaus eine Option dar, wenn Sie Ihre Augenfarbe verändern möchten. Allerdings müssen Sie einige wichtige Aspekte beachten, um Ihre Augengesundheit nicht zu gefährden.

Die Wartezeit von mindestens einem Monat nach dem Eingriff ist besonders wichtig, damit Ihre Hornhaut vollständig abheilen kann. Während dieser Phase stabilisiert sich die Brechkraft des Auges, und die Tränenproduktion normalisiert sich allmählich. Unzweifelhaft sollten Sie diese Heilungsphase respektieren und keinesfalls versuchen, vorher Kontaktlinsen zu tragen.

Ihre Sicherheit hängt maßgeblich von der Qualität der verwendeten Produkte ab. Hochwertige farbige Kontaktlinsen mit CE-Kennzeichnung bieten zwar keine perfekte Sauerstoffdurchlässigkeit, minimieren aber das Risiko von Komplikationen. Dennoch bleibt die Tatsache bestehen, dass die Farbpigmente die Poren verstopfen und somit weniger Sauerstoff an die Hornhaut gelangt.

Der schrittweise Wiedereinstieg spielt ebenso eine entscheidende Rolle. Beginnen Sie mit kurzen Tragezeiten und steigern Sie diese langsam. Nachbenetzungstropfen können dabei helfen, trockene Augen zu vermeiden und den Tragekomfort zu erhöhen.

Falls Sie trotz aller Vorsichtsmaßnahmen Beschwerden bemerken – beispielsweise Rötungen, Schmerzen oder verschwommenes Sehen – entfernen Sie die Linsen sofort und suchen Sie Ihren Augenarzt auf. Die regelmäßige ärztliche Kontrolle gehört ohnehin zu den Grundvoraussetzungen für das sichere Tragen farbiger Kontaktlinsen nach LASIK.

Letztendlich müssen Sie abwägen, ob der kosmetische Nutzer farbiger Kontaktlinsen das potenzielle Risiko wert ist. Ihre Augengesundheit sollte stets Vorrang vor ästhetischen Wünschen haben. Glücklicherweise existieren mittlerweile auch unbedenklichere Alternativen wie Brillen mit Farbfiltern, die einen ähnlichen visuellen Effekt erzeugen können.

Die moderne Augenheilkunde ermöglicht es Ihnen, sowohl eine verbesserte Sehkraft durch LASIK als auch kosmetische Veränderungen zu genießen – vorausgesetzt, Sie halten sich an die Empfehlungen Ihres Augenarztes und geben Ihren Augen die nötige Zeit zur Erholung.

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