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Farbige Kontaktlinsen im Schlaf: Die Wahrheit über die versteckten Risiken

Dec 05,2025 | de.myeyebb

Etwa ein Drittel der 45 Millionen Kontaktlinsenträger in den USA geben zu, mit ihren farbigen Kontaktlinsen zu schlafen. Obwohl dies eine erschreckend hohe Zahl ist, sind sich viele nicht der ernsthaften Risiken bewusst, die diese scheinbar harmlose Gewohnheit mit sich bringt. Tatsächlich kann das Schlafen mit farbigen Kontaktlinsen zu Rötungen, verschwommenem Sehen, Reizungen, trockenen Augen und sogar zu Keratitis führen.

Das Risiko beim Tragen von farbigen Kontaktlinsen während des Schlafes ist besonders hoch, da die zusätzlichen Pigmente die Sauerstoffversorgung Ihrer Hornhaut weiter reduzieren. Dies gilt sowohl für Kontaktlinsen mit Stärke als auch für Kontaktlinsen ohne Stärke, die oft zu kosmetischen Zwecken getragen werden. In extremen Fällen sind Menschen durch nur einmalige Verwendung nicht regulierter Kontaktlinsen sogar blind geworden. Deshalb ist es wichtig zu verstehen, warum Sie niemals mit Ihren Linsen einschlafen sollten und welche Maßnahmen Sie ergreifen können, wenn es doch einmal passiert ist.

Warum Schlafen mit farbigen Kontaktlinsen gefährlich ist

Das Tragen von Kontaktlinsen während des Schlafes ist generell nicht empfehlenswert, bei farbigen Kontaktlinsen jedoch besonders riskant. Laut Experten steigert das Schlafen mit Kontaktlinsen das Risiko einer Augeninfektion um das 6- bis 8-fache. Australische Wissenschaftler bestätigen sogar ein 6,5-fach höheres Risiko, an einer Hornhautentzündung zu erkranken. Doch warum ist gerade bei farbigen Kontaktlinsen das Risiko so hoch?

Weniger Sauerstoffversorgung im Schlaf

Während des Schlafes verändert sich die Sauerstoffversorgung Ihrer Augen erheblich. Die Hornhaut, die keine eigenen Blutgefäße besitzt, ist auf den Sauerstoff angewiesen, der durch die geöffneten Augenlider zugeführt wird. Sobald Sie die Augen schließen, reduziert sich diese Versorgung drastisch.

Bei normalen Kontaktlinsen ist dies bereits problematisch, allerdings verschärft sich die Situation bei farbigen Kontaktlinsen. Diese benötigen eine besonders hohe Sauerstoffdurchlässigkeit des Materials, damit die Hornhaut auch während des Schlafens optimal versorgt wird – idealerweise sollte die Kontaktlinse 100 Prozent des benötigten Sauerstoffs hindurchlassen.

Farbige Linsen erreichen diese Werte jedoch fast nie. Besonders stark gefärbte Linsen sind deutlich weniger sauerstoffdurchlässig, was schnell zu Schwellungen, Reizungen oder Entzündungen führen kann. Im schlimmsten Fall kann eine längere Unterversorgung zur Neubildung von Blutgefäßen in der eigentlich gefäßfreien Hornhaut führen – ein Zustand, der als corneale Neovaskularisation bekannt ist.

Verzögerte Tränenzirkulation und Reinigung

Im Wachzustand sorgt das regelmäßige Blinzeln dafür, dass Ihre Augen ständig mit frischer Tränenflüssigkeit gespült werden. Diese natürliche Reinigung ist entscheidend, um Staub, Keime und andere Verunreinigungen zu entfernen. Während des Schlafes entfällt dieser Reinigungsmechanismus fast vollständig.

Kontaktlinsen sammeln über viele Stunden hinweg Unreinheiten wie Staub – und ungereinigte Kontaktlinsen sind für Mikroorganismen und Allergene ein wahres Paradies. Im abgeschirmten, feuchten Milieu unter der Kontaktlinse können sich Keime rasch vermehren. Dieses Risiko steigt bei farbigen Kontaktlinsen erheblich, da die Farbschicht zusätzliche Nischen für Bakterien bietet.

Folglich haben Sie am nächsten Morgen nicht nur mit verklebten und geröteten Augenlidern zu kämpfen, sondern setzen sich auch einem deutlich erhöhten Risiko für Bindehaut- und Hornhautentzündungen aus. In besonders schweren Fällen kann dies sogar zum Verlust der Sehkraft führen.

Zusätzliche Pigmentschicht bei Farblinsen

Der Hauptunterschied zwischen klaren und farbigen Kontaktlinsen liegt in der zusätzlichen Pigmentschicht. Diese Farbschicht hat weitreichende Auswirkungen auf die Linsenqualität. Die bemalte Oberfläche einiger farbiger Linsen kann rauer sein, was die Qualität des Tränenfilms beeinträchtigt und zu zeitweilig unscharfem Sehen führen kann.

Der primäre Nachteil zeigt sich jedoch in der stark verminderten Sauerstoffdurchlässigkeit. Die Farbpigmente verstopfen buchstäblich die Poren der Kontaktlinse und verringern somit die Sauerstoffdurchlässigkeit. Diese Verstopfung ist bei farbigen Kontaktlinsen besonders problematisch:

  • Die zusätzliche Farbschicht macht die Linse dicker und weniger luftdurchlässig
  • Die Hornhaut erhält nicht genügend Sauerstoff
  • Das Risiko für Rötungen, Trockenheit und verschwommenes Sehen steigt

Darüber hinaus können die enthaltenen Farbstoffe bei empfindlichen Personen allergische Reaktionen auslösen. Aus diesem Grund empfehlen Augenärzte, farbige Kontaktlinsen so kurz wie möglich zu tragen und "auf keinen Fall bei verrauchten Kneipen oder gar beim Schlafen".

Selbst bei kurzen Nickerchen im Bus oder während eines Mittagsschlafes (15-45 Minuten) können vorübergehende Probleme wie verschwommenes Sehvermögen und trockene Augen auftreten. Das Risiko steigt jedoch mit der Tragedauer exponentiell an.

Mögliche Folgen für die Augengesundheit

"Australische Wissenschaftler haben in einer Studie herausgefunden, dass Menschen, die mit weichen Kontaktlinsen schlafen, ein 6,5-fach höheres Risiko haben, an einer Hornhautentzündung zu erkranken." — Australian ScientistsResearchers conducting epidemiological studies on contact lens-related complications

Die gesundheitlichen Risiken des Schlafens mit **farbigen Kontaktlinsen** sind weitaus schwerwiegender, als viele Menschen vermuten. Umfragen zeigen, dass nahezu ein Drittel der Kontaktlinsenträger wegen eines schmerzhaften roten Auges bereits einen Arzt aufsuchen mussten.

Trockene und gereizte Augen

Rund 50 Prozent aller Kontaktlinsenträger leiden unter trockenen Augen. Bei farbigen Kontaktlinsen verschärft sich dieses Problem erheblich, da ihre zusätzliche Pigmentschicht die Linsen dicker macht. Dickere Linsen bedeuten allerdings weniger Sauerstoff und folglich trockenere, gereiztere Augen.

Die meisten farbigen Kontaktlinsen bestehen zudem aus altmodischem Hydrogel mit geringer Sauerstoffdurchlässigkeit. Diese Materialien "saugen" buchstäblich die Feuchtigkeit aus Ihren Augen. Besonders nach längeren Tragezeiten oder gar nach dem Schlafen mit den Linsen verstärken sich die Symptome: brennende Augen, Stechen, Rötungen und ein Gefühl der "Trockenheit" sind typische Anzeichen.

Erhöhtes Infektionsrisiko (z. B. Keratitis)

Das Tragen von Kontaktlinsen erhöht das Risiko für eine mikrobielle Keratitis (Hornhautentzündung) um das 80-fache im Vergleich zu Menschen, die keine Kontaktlinsen tragen. Dabei sind Kontaktlinsen für 52-65% aller neu auftretenden Fälle einer mikrobiellen Keratitis verantwortlich. Schlafen mit farbigen Kontaktlinsen verschärft dieses Risiko nochmals deutlich.

Die Inzidenz einer Kontaktlinsen-assoziierten Keratitis variiert je nach Linsentyp:

  • 0,4 bis 4 pro 10.000 Träger bei formstabilen Kontaktlinsen
  • 2-4 pro 10.000 Träger bei weichen Kontaktlinsen, die nachts abgenommen werden
  • 20 pro 10.000 Träger bei "Über-Nacht-Kontaktlinsen"

Eine Keratitis äußert sich durch starke Schmerzen am Auge, ausgeprägte Lichtempfindlichkeit, erhöhten Tränenfluss und verschleiertes, schlechtes Sehen. Bei ersten Anzeichen sollten Sie umgehend einen Augenarzt aufsuchen, denn ohne frühzeitige Behandlung drohen ernsthafte Komplikationen.

Gefahr von Hornhautgeschwüren

Unbehandelt können Hornhautentzündungen zu lytischen Prozessen im Hornhautstroma führen und damit ein Hornhautgeschwür bis hin zur Perforation verursachen. Besonders problematisch ist der Pseudomonas-Keim, der gegen Antibiotika resistent sein kann und mittlerweile über 90 Prozent aller durch Kontaktlinsen verursachten Infektionen hervorruft.

Nach einer schweren bakteriellen Keratitis kommt es bei etwa 11-14% der Betroffenen zu einer dauerhaften Visusminderung. Bei Infektionen mit Akanthamöben ist dieser Prozentsatz mit 30% noch deutlich höher. In extremen Fällen kann es sogar zum Auslaufen des Auges kommen. Mediziner berichten außerdem von Fällen, in denen das Tragen von farbigen Kontaktlinsen sogar zur Erblindung geführt hat.

Langfristige Sehschäden

Bei etwa einem Drittel der Betroffenen kommt es trotz aller Therapiemaßnahmen zu einer dauerhaften Minderung der Sehschärfe. In schweren Fällen wird bei mindestens 20% der Patienten mit Akanthamöbenkeratitis und bei mindestens 30% mit Pilzkeratitis eine Hornhauttransplantation notwendig. Dabei handelt es sich aufgrund des vorhandenen starken Entzündungsreizes immer um eine Risikotransplantation mit erhöhtem Abstoßungsrisiko (32% gegenüber 21% bei Normalrisikotransplantationen) und reduziertem Transplantatüberleben (63% gegenüber 87% bei Normalrisikotransplantationen).

Die wirtschaftlichen Folgen sind ebenfalls erheblich. In den USA verursachen Kontaktlinsen-assoziierte Augenprobleme jährlich etwa 1 Million Arztbesuche und 58.000 Notfallvorstellungen. Die Behandlungskosten für betroffene Patienten belaufen sich auf rund 175 Millionen Dollar.

Ein weiteres Problem: Ungeprüfte farbige Kontaktlinsen enthalten oftmals Chlor und andere schädliche Chemikalien. Diese können Mikroverletzungen verursachen, durch die Keime leichter eindringen. Diese Mikroverletzungen werden beim Schlafen mit Kontaktlinsen besonders problematisch, da das fortwährende Tragen über längere Zeiträume Mikroorganismen ideale Bedingungen zur Vermehrung bietet.

Was tun, wenn man mit farbigen Kontaktlinsen geschlafen hat?

Trotz aller Vorsicht kann es vorkommen, dass man versehentlich mit farbigen Kontaktlinsen einschläft. Wenn Sie am nächsten Morgen aufwachen und feststellen, dass Sie Ihre Linsen noch tragen, ist es wichtig, richtig zu handeln. Falsches Vorgehen kann die ohnehin schon strapazierten Augen zusätzlich belasten.

Linsen nicht sofort entfernen

Der erste Impuls mag sein, die Linsen sofort herauszunehmen – allerdings ist genau das falsch. Nach einer Nacht mit farbigen Kontaktlinsen sind diese oft ausgetrocknet und können an der Hornhaut festkleben. Experten raten: Nehmen Sie auf keinen Fall die festgesaugten Linsen sofort nach dem Aufwachen heraus, auch wenn sich dies sehr unangenehm anfühlt. Stattdessen sollten Sie zunächst mehrmals blinzeln, um die natürliche Tränenproduktion anzuregen. Dadurch wird die Linse wieder mit Feuchtigkeit versorgt und weicher.

Augen mit Kochsalzlösung spülen

Reicht das Blinzeln nicht aus, können Sie sterile Kochsalzlösung oder künstliche Tränen verwenden, um die Augen zu befeuchten. Bei extrem starken Schmerzen sollten Sie Ihr Auge vorsichtig mit steriler Kochsalzlösung spülen. Danach können Sie die Linsen vorsichtig – niemals mit Gewalt – entfernen. Beachten Sie: Versuchen Sie niemals, eine festklebende Linse gewaltsam zu lösen, da dies zu Hornhautschäden führen kann.

Ruhepause für die Augen einlegen

Nach dem Entfernen der Kontaktlinsen benötigen Ihre Augen dringend eine Erholungsphase. Verzögern Sie das erneute Einsetzen von farbigen Kontaktlinsen so lange wie möglich – idealerweise mindestens für den gesamten Tag. Falls Sie eine Brille besitzen, nutzen Sie diese stattdessen. Monatslinsen sollten Sie gründlich reinigen und desinfizieren, bevor Sie sie erneut einsetzen. Bei Tageslinsen ist eine sofortige Entsorgung unbedingt notwendig.

Symptome beobachten und dokumentieren

Nach einer Nacht mit Kontaktlinsen ohne Stärke oder farbigen Kontaktlinsen sollten Sie Ihre Augen genau beobachten. Achten Sie besonders auf folgende Symptome:

  • Anhaltende Rötungen
  • Schmerzen oder Brennen
  • Erhöhte Lichtempfindlichkeit
  • Verschwommenes Sehen
  • Juckreiz oder Tränenfluss

Dokumentieren Sie den Zeitpunkt des Auftretens und die Intensität dieser Symptome. Dies kann dem Augenarzt bei einer späteren Untersuchung wertvolle Informationen liefern.

Augenarzt bei Beschwerden aufsuchen

Experten raten dazu, bei roten, brennenden oder tränenden Augen sofort einen Augenarzt aufzusuchen. "Rote oder brennende Augen können eine Entzündung ankündigen", warnt Professor Dr. med. Thomas Reinhard, Generalsekretär der DOG. In diesem Fall sollten Sie die Linse sofort entfernen und zum Augenarzt gehen. Besonders wichtig ist ein Arztbesuch, wenn die Beschwerden auch Stunden nach dem Entfernen der farbigen Kontaktlinsen anhalten oder sich sogar verschlimmern.

Denken Sie immer daran: Gerade bei farbigen Kontaktlinsen ist das Risiko für Komplikationen besonders hoch. "Vor allem Pilzinfektionen haben in den vergangenen 20 Jahren zugenommen", erklärt Professor Reinhard, der als ärztlicher Direktor die Klinik für Augenheilkunde am Universitätsklinikum Freiburg leitet. Eine frühzeitige Behandlung kann schwerwiegende Folgeschäden wie Hornhautnarben oder dauerhafte Sehbeeinträchtigungen verhindern.

Sichere Anwendung von farbigen Kontaktlinsen im Alltag

„Bei Personen ohne Unverträglichkeit, einer fachgerechten Anwendung und einer ordentlichen Hygiene ist das Tragen von farbigen Kontaktlinsen unbedenklich.“ — Farblinsen-Shop Experts

Farbige Kontaktlinsen können deinen Look komplett verändern – vorausgesetzt, du gehst richtig mit ihnen um. Mit der passenden Pflege und sicheren Anwendung lassen sich Risiken wie Reizungen oder Infektionen effektiv vermeiden. Hier findest du klare, alltagstaugliche Tipps, die deine Augengesundheit schützen.

Nur zertifizierte farbige Kontaktlinsen wählen

Beim Kauf solltest du ausschließlich FDA- oder CE-zertifizierte Linsen wählen. Diese Qualitätsstandards garantieren, dass die Kontaktlinsen sicher verarbeitet sind und keine bedenklichen Farbstoffe oder Materialien enthalten.
Minderwertige Fashion-Linsen – oft ohne Kennzeichnung – können reizende Stoffe enthalten, schneller beschädigen oder die Hornhaut verletzen.

Auch farbige Linsen ohne Stärke brauchen eine professionelle Anpassung

Viele glauben, dass kosmetische Linsen keine Anpassung brauchen. Das ist falsch.
Durchmesser, Basiskurve und Material spielen eine große Rolle, und jedes Auge ist anders. Ein Optiker oder Augenarzt stellt sicher, dass:

  • die Linse richtig sitzt

  • nicht über den Rand rutscht

  • keine Druckstellen entstehen

  • deine Tränenflüssigkeit nicht gestört wird

Außerdem wichtig: Bei schlechter Beleuchtung kann die Farbschicht eines Modells leicht ins Sichtfeld ragen – deshalb niemals mit farbigen Kontaktlinsen Auto fahren.

Tägliche Reinigungs- und Tragehinweise

Ob Tages-, Monats- oder Jahreslinsen – die richtige Hygiene entscheidet darüber, wie sicher sie sind.

So geht’s richtig:

  • Vor jeder Berührung Hände gründlich waschen

  • Nur Kontaktlinsenlösung verwenden – kein Leitungswasser

  • Jede Linse etwa 20 Sekunden sanft abreiben

  • Auf Peroxidreiniger verzichten – kann die Farbe beschädigen

  • Linsen nach jedem Tragen reinigen (außer Tageslinsen)

Farbige Kontaktlinsen neigen etwas stärker zu Ablagerungen, deshalb ist sorgfältige Pflege besonders wichtig.

Tragedauer

  • Tageslinsen: max. 8 Stunden

  • Monatslinsen: max. 12 Stunden

Farbige Kontaktlinsen niemals mit anderen teilen

Das Teilen von Linsen ist extrem unhygienisch – selbst wenn sie gereinigt wurden.
Bakterien, Proteine und Viren können auf der Oberfläche bleiben und Infektionen auslösen, insbesondere durch die geringere Sauerstoffdurchlässigkeit der Farbschichten.

Kontaktlinsen vor dem Schlafen IMMER entfernen

Mit Kontaktlinsen zu schlafen erhöht das Infektionsrisiko um ein Vielfaches.

Warum?

  • Farbdruck reduziert grundsätzlich die Sauerstoffzufuhr

  • Geschlossene Lider senken die Sauerstoffversorgung weiter

  • Bakterien können sich in dieser Umgebung schneller vermehren

Ein kurzer Mittagsschlaf (unter 1 Stunde) ist meist unproblematisch, aber reguläres Schlafen mit Linsen ist absolut tabu – auch bei farbigen Modellen.

Welche Linsen sind für längeres Tragen geeignet?

Bei der Wahl von farbigen Kontaktlinsen spielen Tragezeit und Material eine entscheidende Rolle für die Augengesundheit.

Unterschied zwischen Tages-, Monats- und Dauerlinsen

Tageslinsen sind Einwegprodukte, die nach einmaligem Gebrauch entsorgt werden. Sie bieten maximale Hygiene und sind ideal für Gelegenheitsträger. Die empfohlene Tragezeit beträgt höchstens 8 Stunden. Monatslinsen hingegen können bis zu 30 Tage verwendet werden, benötigen jedoch tägliche Reinigung und sollten nicht länger als 12 Stunden pro Tag getragen werden. Sie sind die gängigste Variante mit der größten Auswahl an Parametern. Jahreslinsen eignen sich für Personen mit langfristig stabiler Sehstärke und zeichnen sich durch ihre Strapazierfähigkeit aus.

Gibt es farbige Kontaktlinsen für die Nacht?

Nein, farbige Kontaktlinsen sind grundsätzlich nicht für die Nacht geeignet. Durch die zusätzliche Pigmentschicht haben sie eine geringere Sauerstoffdurchlässigkeit als klare Linsen. Selbst kurze Nickerchen können bereits das Infektionsrisiko erhöhen.

Warum selbst 'erweiterte Tragezeit' nicht risikofrei ist

Manche Kontaktlinsen werben mit "erweiterter Tragezeit" und sind von der FDA für bis zu sieben Tage ununterbrochenes Tragen zugelassen. Allerdings erhöht das kontinuierliche Tragen das Risiko für Keratitis und andere Infektionen erheblich. Die meisten Augenärzte empfehlen daher trotz Herstellerangaben, alle Kontaktlinsen über Nacht zu entfernen - insbesondere farbige Kontaktlinsen mit ihrer reduzierten Sauerstoffzufuhr.

Fazit

Zusammenfassend stellen farbige Kontaktlinsen bei unsachgemäßer Anwendung ein erhebliches Gesundheitsrisiko für Ihre Augen dar. Besonders das Schlafen mit diesen Linsen gefährdet Ihre Sehkraft durch die stark reduzierte Sauerstoffzufuhr, die hauptsächlich auf die zusätzliche Pigmentschicht zurückzuführen ist. Dadurch steigt das Risiko für Infektionen und Hornhautentzündungen auf das 6,5-fache an.

Obwohl farbige Kontaktlinsen durchaus sicher getragen werden können, müssen Sie einige wesentliche Vorsichtsmaßnahmen beachten. Dazu gehören unter anderem die ausschließliche Verwendung zertifizierter Produkte, eine professionelle Anpassung auch bei Linsen ohne Stärke, sowie die gewissenhafte Einhaltung der Reinigungs- und Tragehinweise. Das nächtliche Entfernen der Linsen bleibt allerdings die wichtigste Regel.

Falls Sie doch einmal versehentlich mit Ihren farbigen Kontaktlinsen einschlafen, entfernen Sie diese niemals sofort. Stattdessen sollten Sie zunächst die Befeuchtung der Augen anregen und bei anhaltenden Beschwerden unbedingt einen Augenarzt aufsuchen.

Denken Sie stets daran: Ihre Augengesundheit sollte Vorrang vor modischen Aspekten haben. Unabhängig davon, wie attraktiv oder verführerisch die Farbveränderung Ihrer Augen sein mag – kein kosmetischer Effekt ist das Risiko bleibender Sehschäden wert. Mit der richtigen Pflege, regelmäßigen Kontrollen beim Augenarzt und dem konsequenten Entfernen vor dem Schlafengehen können Sie farbige Kontaktlinsen dennoch sicher genießen und gleichzeitig Ihre Augengesundheit schützen.

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